Ein Dammschnitt, auch Episiotomie genannt, ist das Einschneiden des Dammes der Frau bei der Geburt, um einen schwierigen Geburtsvorgang zu erleichtern. Der vielerorts übliche „präventive“ Dammschnitt soll einem eventuellen grossen Dammriss (Dammriss 3. Grades) zuvorkommen. Es wird meist nur noch geschnitten, wenn das Kind entweder sehr gross ist, eine Saugglockengeburt durchgeführt wird oder ein Abfall der kindlichen Herztöne zu raschem Handeln zwingt. Der Schnitt erfolgt üblicherweise während einer Presswehe mit einer speziellen Schere ohne Betäubung. Das Vernähen (in der Regel mit einem selbstresorbierbaren Faden) der Wunde erfolgt erst einige Zeit nach der Geburt unter örtlicher Betäubung. Man sagt, dass bei einer Wassergeburt das Reissen des Dammes weniger oft vorkomme.