Homöopathie im Wochenbett

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Baby girl (6-9 months) sitting on reclining mother, laughing, portrait

Speziell während der Schwangerschaft, im Wochenbett und in der Stillzeit ist die Sensibilität auf mögliche schädliche Einflüsse von Medikamenten auf das Kind hoch. Mütter wünschen dann häufig ein alternatives Arzneimittel. Eine Umfrage an drei verschiedenen Spitälern in der Schweiz (2003-2005) zeigt, dass 96 Prozent der Frauen während der Schwangerschaft und 84 Prozent der Frauen während der Stillzeit mindestens ein Naturheilmittel eingenommen haben. Bei der Umfrage zeigte sich eine hohe Rate an Kaiserschnitten (24%), Dammschnitten (29%) und Dammrissen (31%). Nach Angaben des Bundesamts für Statistik (BfS) kommt jedes dritte Kind in der Schweiz per Kaiserschnitt zur Welt – Tendenz steigend.

Nebst den Wundschmerzen durch die Verletzungen, wurden wunde Brustwarzen, Brustschmerzen und verzögerter Milcheinschuss als Hauptbeschwerden im Wochenbett erwähnt.

Homöopathische Heilmittel können die Lebensqualität im Wochenbett entscheidend verbessern. Wundschmerzen nach Kaiserschnitt, Dammschnitt oder –riss werden durch eine Kombination von Arnica, Hypericum, Calendula und Symphytum zuverlässig gelindert. Arnica ist das Verletzungsmittel schlechthin, stoppt Blutungen und hilft auch der Psyche, eine Verletzung besser zu „verdauen“. Hypericum (Johanniskraut) kommt immer dann zum Einsatz, wenn es heftig schmerzt. Verletzungen im Genitalbereich sind besonders unangenehm und können das Leben im Wochenbett massiv beeinträchtigen. Während des Geburtsvorganges kann der Kopf des Kindes stark gegen das Steissbein drücken, es kommt zu Blutergüssen und im Extremfall sogar zu einem Steissbeinbruch. Hypericum ist das wichtigste Heilmittel bei Beschwerden nach Steissbeinverletzungen. Symphytum (Wallwurz) hilft zuverlässig bei Konchen- und Knochenhautverletzungen. Calendula (Ringelblume) ist bekannt als Wundheilmittel und hilft besonders gut bei Risswunden wie beispielsweise bei einem Dammriss. Nebst der oben beschriebenen Kombination empfiehlt sich bei Kaiserschnitt und Dammschnitt zusätzlich noch die Einnahme von Staphisagria (Stefanskraut). Staphisagria ist das Mittel für den „glatten Schnitt“ wie er durch ein Skalpell entsteht.

Laut Umfrage sind nebst den Folgen von Verletzungen, wunde Brustwarzen, Schmerzen in der Brust und verzögerter Milcheinschuss die wichtigsten Behandlungsanlässe im Wochenbett.

Wunde Brustwarzen können gut mit einer homöopathischen Calendula Salbe behandelt werden. Nach dem Stillen Speichel des Kindes und Muttermilch eintrocknen lassen, dann sparsam Calendula-Salbe auftragen und mit steriler Gaze abdecken. Die homöopathische Zubereitung ist einer Salbe mit Urtinktur vorzuziehen, da durch den hohen Verdünnungsgrad des Pflanzenextraktes die Gefahr von allergischen Reaktionen kaum mehr vorhanden ist.

Eine weitere Therapie für wunde/blutige Brustwarze wären die Silberhütchen, zu finden in unserem Shop.

Eine Brustentzündung im Wochenbett ist besonders bei Erstgebärenden ein häufiges Problem, welches typischerweise eine Woche nach der Geburt auftritt. Der Brustentzündung geht meistens ein Milchstau voraus. Die Ursache ist eine mangelnde Brustentleerung, die oft durch eine falsche Stillposition gefördert wird. Deshalb sollte bei ersten Anzeichen eines Milchstaus der Rat einer Wochenbettbetreuung oder Stillberaterin eingeholt werden. Häufiges Ansetzen des Kindes (alle 2-3 Stunden, auch nachts) und Ausstreichen von Restmilch sind wichtige Massnahmen, um Entzündungen vorzubeugen. Der Milchfluss kann auch durch warme Brustkompressen (Kartoffel, Leinsamen, Lehm) vor dem Stillen gefördert werden. Kalte Kompressen sind zwar angenehm, können aber den Milchfluss bremsen. Homöopathische Heilmittel wie Bryonia, Belladonna, Phytolacca, Hepar sulfuris, Silicea und Sulfur können sehr hilfreich sein. Um das passende Heilmittel zu finden, sollte man sich aber an eine Fachperson wenden.

Bei Milchmangel ist eine Selbstbehandlung eher möglich. Ein Kombinationspräparat mit Lac caninum (Hundemilch), Alfalfa (Luzerne) und Urtica (Brennnessel) hilft in den meisten Fällen.